Ihr Konto steht auf Null

...aber Sie müssen kurzfristig eine Anschaffung tätigen? Dann ist der Dispokredit die richtige Wahl für Sie.
Beim Dispokredit – kurz „Dispo“ – handelt es sich um eine vom Kreditinstitut eingeräumte Überziehungsmöglichkeit für das private Girokonto, mit der ein Kontoinhaber einen kurzfristigen Kapitalbedarf decken kann, ohne dass dazu die üblichen, mit einem Kredit verbundenen Formalitäten fällig werden.

Januar 11 2010

Höhe des Dispositionsrahmens?

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Wie hoch sollte der Dispositionsrahmen sein?

Die Meisten werden nun sagen: so hoch wie möglich! Jedoch ist es sowohl für die Bank als auch für den Kontoinhaber selbst nicht optimal, wenn der Dispositionsrahmen nicht auf das persönliche finanzielle Gefüge abgestimmt ist. Viele Menschen haben Schwierigkeiten mit Geld umzugehen und betrachten daher den Geldautomat der Bank als persönlichen Finanzier, der immer weiter Geld ausspuckt. Gewährt man diesen Personen dann einen Rahmen, der deutlich über Ihren finanziellen Verhältnissen liegt, wird es in der Regel nicht lange dauern, bis sich solche Personen in einer Schuldenfalle wiederfinden.

Irgendwann wird der Dispositionsrahmen komplett ausgereizt sein und es fehlen fortan die finanziellen Möglichkeiten, diesen in absehbarer Zeit wieder auszugleichen. Jeden Monat häufen sich dabei neue Zinsen an, die der Kontoinhaber schließlich irgendwann auch nicht mehr bezahlen kann. Die klassische Abwärtsspirale beginnt.

Um das zu vermeiden, passt die Bank die Höhe des finanziellen Verfügungsrahmens automatisch den momentanen finanziellen Verhältnissen an. Wer mehr verdient, wird naturgemäß auch einen höheren Disporahmen erhalten. Dabei spielt es außerdem eine Rolle, wie lange der Kontoinhaber schon Kunde bei der Bank ist und ob er sein Konto bis dahin immer ordnungsgemäß geführt hat.

Wenn Sie in einem guten Verhältnis zu Ihrer Hausbank stehen und vielleicht dort schon seit Jahrzehnten Kunde sind, haben Sie die besten Voraussetzungen, um einen Dispokredit in Anspruch zu nehmen, der deutlich höher liegt als z. B. bei einem Neukunden. Zudem steht Ihnen jederzeit die Möglichkeit offen, mit Ihrer Bank zu sprechen und diese darum zu bitten, den Dispositionsrahmen auf eine bestimmte Summe anzuheben. Wenn Sie gute Gründe dafür vorbringen und sich in der Vergangenheit immer als guter Kunde erwiesen haben, stehen die Chancen hierfür gar nicht schlecht. Sie sehen also: die Höhe des Disporahmens ist immer auch etwas Verhandlungssache.

Soviel allgemein zur Bestimmung der Höhe des Dispositionsrahmens. Aber von welchen Beträgen sprechen hier nun genau?

Eine pauschale Aussage darüber kann nicht getroffen werden. Als Anhaltspunkt lässt sich jedoch sagen, dass die Banken in der Regel mindestens das Zweifache, oft sogar das Dreifache des monatlichen Geldeingangs als Disporahmen gewähren. Bei einigen Banken ist jedoch hier eine Obergrenze festgelegt, zum Beispiel 10.000 Euro.

Für die Höhe des verfügbaren Dispokredits spielt es auch eine Rolle, ob Sie beispielsweise Kapitalanlagen bei dem gleichen Kreditinstitut unterhalten. Wer ein Wertpapierdepot bei seiner Hausbank führt oder andere Vermögenswerte über diese angelegt hat, dem winken in der Regel auch bessere Chancen in Bezug auf die Höhe des Dispositionskredits, als bei Personen, die dies nicht vorweisen können.

Januar 07 2010

Vergleich: Dispositionskredit – Ratenkredit

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Viele Menschen, die kurzfristig Anschaffungen planen, für die das momentan vorhandene Kapital nicht ausreicht, stehen vor dieser Frage: den Dispokredit in Anspruch nehmen oder lieber einen Ratenkredit abschließen? Um Ihnen diese Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir im Folgenden die wichtigsten Tipps und Tricks dazu zusammengestellt.

Sie möchten sich Möbel, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik oder ein gebrauchtes Fahrzeug anschaffen und benötigen kurzfristig Geld? Der einfachste Weg ist hier sicherlich, das Girokonto bis zum maximal verfügbaren Betrag zu überziehen und damit die gewünschten Anschaffungen zu bezahlen. Man braucht dafür nicht zur Bank zu gehen, keinen Antrag zu stellen, keine Unterlagen einzureichen und so weiter. Jedoch müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese finanzielle Flexibilität mitunter teuer bezahlt werden muss.

Sie sollten daher den Aufwand nicht scheuen, sich vor jeder Anschaffung, die Sie nicht aus bereits vorhandenen finanziellen Mitteln tätigen können, bestimmte Fragen zu stellen. Die wichtigste Frage ist hierbei: kann ich den in Anspruch genommenen Kreditbetrag innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate eigenständig – z. B. durch Gehaltseingänge etc. – wieder ausgleichen? Seien Sie bei der Beantwortung dieser Frage unbedingt realistisch und kalkulieren Sie auch eventuell unerwartete Zahlungsverpflichtungen mit ein.

Grund für diese Frage ist folgender: falls Sie nicht in der Lage sind, den in Anspruch genommenen Dispokredit innerhalb der vorgeschlagenen zwei bis drei Monate auszugleichen, wird es in den allermeisten Fällen für Sie günstiger sein, statt den Dispo einen Ratenkredit in Anspruch zu nehmen. Hiermit ergibt sich zwar ein etwas größerer bürokratischer Aufwand und Sie können das Geld nicht direkt vom Automaten holen, allerdings sollte Ihnen die Ersparnis diese Umstände wert sein.

Wir halten also fest: wenn Sie länger brauchen, um den in Anspruch genommenen Kreditbetrag zurückzuzahlen, sollten Sie einen Ratenkredit abschließen. Diese Kredite erhalten Sie zu Zinssätzen ab bereits 5 Prozent. Das heißt, je länger Sie bei einem Dispositionskredit mit der Rückzahlung des Geldes warten, desto größer wird der finanzielle Unterschied zum Ratenkredit ausfallen.

Nun zum umgekehrten Fall. Nehmen wir an, Sie brauchen eine bestimmte Geldsumme kurzfristig, können diese aber bereits mit dem nächsten Gehaltseingang ganz oder zumindest zum größten Teil wieder zurückzahlen. Wenn Sie in diesem Fall einen Ratenkredit in Anspruch nehmen, so wird der Rückzahlungszeitraum bei den meisten Kreditinstituten mindestens sechs Monate betragen. Grund dafür ist, dass die meisten Banken Ratenkredite erst ab einem Rückzahlungszeitraum von sechs Monatsraten vergeben, da ansonsten der bürokratische Aufwand in Relation zum Abzahlungszeitraum in keinem Verhältnis stehen würde.

Sie sind also bei einem Ratenkredit gezwungen, Ihr Kapital über einen längeren Zeitraum zurückzuzahlen, als es eigentlich nötig wäre. Damit werden auch wesentlich niedrigere Zinssätze im Vergleich zum Dispokredit wieder zunichte gemacht. Konkret heißt das: selbst wenn der Zinssatz für einen Dispokredit deutlich höher liegt, Sie diesen aber innerhalb von wenigen Wochen zurückzahlen, kann der Dispo deutlich günstiger sein, als bei einem Ratenkredit mit niedrigen Zinsen, aber längerer Rückzahlungszeit.

Fazit: die Fronten sind also klar abgesteckt. Bei den heute marktüblichen Zinssätzen kann man pauschal sagen, dass sich ein Dispositionskredit immer dann lohnt, wenn Sie den Kreditbetrag innerhalb der nächsten zwei, maximal drei Monate komplett zurückzahlen können. Ist dies nicht möglich, wird in fast jedem Fall der Ratenkredit günstiger für Sie sein.

Januar 07 2010

Welche Zinssätze sind beim Dispokredit üblich?

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Welche Zinssätze sind beim Dispokredit üblich?

Wie bereits erwähnt, liegen die Zinssätze für die Inanspruchnahme eines Dispositionskredits in der Regel recht hoch. Das resultiert vor allem daraus, dass der Dispo von Seiten der Bank nicht für die dauerhafte Inanspruchnahme gedacht ist, sondern lediglich dafür, kurzfristige finanzielle Engpässe ohne bürokratischen Aufwand zu bewältigen.

Dennoch gibt es auch bei der Höhe der Zinssätze zwischen einzelnen Kreditinstituten zum Teil eklatante Unterschiede. Darüber hinaus kommt es auch hier darauf an, wie lange man schon Kunde bei der betreffenden Bank ist und wie man in der Vergangenheit mit seinem Konto umgegangen ist. Einige Banken bieten für Stammkunden deutlich günstigere Zinssätze an als zum Beispiel für Neukunden. Wenn Ihnen die Zinssätze zu hoch erscheinen, sollten Sie also zunächst mit Ihrer Bank sprechen und eventuell darauf hinweisen, da Sie seit vielen Jahren treuer Kunde des Kreditinstitutes sind. Oft ist die Bank dann bereit, Ihnen für die Inanspruchnahme des Dispokredits einen günstigeren Zinssatz zu bieten.

Grundsätzlich muss hinsichtlich der Zinssätze zwischen den regulären Sollzinsen für den Dispokredit und den so genannten Überziehungszinsen unterschieden werden. Die Sollzinsen werden dabei tageweise berechnet und meist am Ende jeden Quartals abgerechnet und anschließend dem Konto belastet. Überziehungszinsen fallen dagegen erst dann an, wenn Sie über den gewährten Dispositionsrahmen hinaus Ihr Konto überziehen. Man spricht dabei auch von einer „geduldeten Überziehung“. Wichtig zu wissen in diesem Zusammenhang ist, dass die Überziehungszinsen nochmals höher als die ohnehin schon nicht besonders günstigen Sollzinsen ausfallen.

Der Zinssatz für die Inanspruchnahme eines Dispositionskredits muss nicht immer gleichbleibend sein. Er richtet sich stets nach den am Markt üblichen Zinsen und kann daher bei einer Veränderung der Marktsituation entsprechend angepasst werden. Selbstverständlich werden erst dann Zinsen berechnet, wenn Sie den Dispokredit auch wirklich in Anspruch nehmen.

Januar 04 2010

Kontokorrentkredit – der Dispo für das Geschäftskonto

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Alle bisher abgehandelten Punkte gelten ausschließlich für den Dispositionskredit für ein privates Girokonto. Wie bereits angesprochen, kann auch ein Unternehmer auf seinem privaten Girokonto diesen Dispokredit in Anspruch nehmen.

Doch nicht nur Privatmenschen benötigen oftmals einen finanziellen Rahmen für Ausgaben, die das momentan vorhandene Kapital übersteigen, sondern auch Selbstständige beziehungsweise Unternehmen. Aus diesem Grund gibt es auch bei Geschäftskonten die Möglichkeit, einen Überziehungsrahmen einzuräumen. Ebenso wie bei dem Dispokredit für das private Girokonto handelt es sich auch beim Kontokorrentkredit um eine befristete Möglichkeit, das Konto bis zu einem festgelegten Betrag zu überziehen. Der Kredit steht ebenfalls nach einmaligem Einräumen kontinuierlich zu Verfügung, muss dann nicht mehr vorher beantragt werden und kann jederzeit in beliebig hohen Teilbeträgen oder als Gesamtsumme zurückgezahlt werden.

Handelt es sich beim Kontoinhaber um ein Unternehmen, bezeichnet man den Kontokorrentkredit auch oft als so genannten Betriebsmittelkredit. Dadurch kann das Unternehmen zum Beispiel finanzielle Engpässe überbrücken, die aus verzögerten Umsatzeingängen in Verbindung mit anstehenden Gehaltszahlungen resultieren. Auch Unternehmen, deren Umsätze stark saisonal schwanken, kann der Kontokorrentkredit helfen, die sich daraus zwangsläufig ergebenden Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Der Kontokorrentkredit kann darüber hinaus als so genannter Zwischenkredit vergeben werden, wenn beispielsweise eine Finanzierung bereits vertraglich abgesichert ist, aber vom betreffenden Unternehmen noch nicht in Anspruch genommen werden kann, weil die vorgegebenen Auszahlungsvoraussetzungen noch nicht vollständig erfüllt sind.

Auch für Vorfinanzierungen, beispielsweise bei Warenlieferungen, wird der Kontokorrentkredit oft eingesetzt. Allerdings ergibt sich hierbei für den Gläubiger ein erhöhtes Risiko, da über den als Kontokorrentkredit zur Verfügung stehenden Betrag keine weitere Endfinanzierung gesichert ist.

Im Gegensatz zu einem Dispositionskredit bei der Hausbank, der oftmals rein mündlich beantragt werden kann, muss ein Kontokorrentkredit immer schriftlich per Vertrag abgeschlossen werden. In diesem Vertrag werden neben der eingeräumten Kreditlinie auch die Zinssätze sowie die Kreditlaufzeit angegeben. In diesem Punkt unterscheiden sich viele Kontokorrentkredite von den üblichen Dispokrediten. Während es dem Kontoinhaber bei einem Dispokredit grundsätzlich freisteht, in welchem Zeitraum er den in Anspruch genommenen Kreditbetrag zurückzahlt, geben die Banken bei Kontokorrentkrediten oft bestimmte Zeiträume vor, in denen die Beträge zurückgezahlt werden müssen. Diese Zeiträume können entweder pauschal festgelegt, oder in Abhängigkeit zur in Anspruch genommenen Kreditsumme ausgewiesen werden.

Auch hinsichtlich der maximal erhältlichen Kreditsumme unterscheidet sich der Kontokorrentkredit ebenfalls oft vom Dispositionskredit für Privatpersonen. Da Unternehmen in der Regel wesentlich höhere Umsätze auf ihren Konten vorweisen können, liegt die maximale Summe für einen Kontokorrentkredit in der Regel nicht über dem monatlichen Umsatzvolumen auf dem Konto. Ist das monatliche Umsatzvolumen sehr hoch, liegt der Kontokorrentkreditbetrag sogar oftmals darunter. Die Banken erwarten also, dass sich der in Anspruch genommene Betrag für den Kredit automatisch durch die monatlichen Umsätze mindestens einmal ausgleicht, unabhängig davon, ob das Konto letztendlich im Minus steht oder nicht.

Darüber hinaus wird oft festgelegt, dass sich die vorgegebene Kreditlaufzeit nicht automatisch dadurch ändert, dass sich das Konto während der Rückzahlung einmal im Plus befand. Meist können hier allerdings besondere Regelungen mit dem Kreditinstitut vereinbart werden.

Es gibt jedoch noch weitere Punkte, in denen sich der Kontokorrentkredit vom Dispositionskredit unterscheidet. Während fast alle Banken bei einem Dispo über die festgelegte Kreditsumme hinaus eine geduldete Überziehung einräumen, bedarf dies beim Kontokorrentkredit in der Regel einer festen Vereinbarung mit der Bank. Im Gegensatz zum privaten Girokonto kann also ein Geschäftskonto nicht einfach über den als Kontokorrentkredit zugelassenen Betrag hinaus überzogen werden. Versucht man es trotzdem, wird meist automatisch eine weitere Überziehung verhindert.

Die strengeren Restriktionen bei einem Geschäftskonto resultieren vor allem daraus, dass es für die Bank ein rechtliches Risiko mit sich bringen kann, über einen längeren Zeitraum Überziehungen zu dulden, die über den vertraglich festgelegten Kreditrahmen hinausgehen. Die Rechtsprechungen sieht dabei vor, dass, wenn die Bank eine nicht genehmigte Überziehung über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten duldet, sie damit automatisch und stillschweigend einer neuen Kreditvereinbarung zustimmt. Die Bank verliert hierbei also die Kontrolle über ihre Kreditvereinbarungen. Aus diesem Grund bedürfen auch geduldete Überziehungen bei einem Geschäftskonto in der Regel dem vorigen Abschluss eines Vertrages.