Höhe des Dispositionsrahmens?
11. Januar 2010 # 21:35 # Dispositionskredit # Keine Kommentare[ad#adh1]Wie hoch sollte der Dispositionsrahmen sein?
Die Meisten werden nun sagen: so hoch wie möglich! Jedoch ist es sowohl für die Bank als auch für den Kontoinhaber selbst nicht optimal, wenn der Dispositionsrahmen nicht auf das persönliche finanzielle Gefüge abgestimmt ist. Viele Menschen haben Schwierigkeiten mit Geld umzugehen und betrachten daher den Geldautomat der Bank als persönlichen Finanzier, der immer weiter Geld ausspuckt. Gewährt man diesen Personen dann einen Rahmen, der deutlich über Ihren finanziellen Verhältnissen liegt, wird es in der Regel nicht lange dauern, bis sich solche Personen in einer Schuldenfalle wiederfinden.
Irgendwann wird der Dispositionsrahmen komplett ausgereizt sein und es fehlen fortan die finanziellen Möglichkeiten, diesen in absehbarer Zeit wieder auszugleichen. Jeden Monat häufen sich dabei neue Zinsen an, die der Kontoinhaber schließlich irgendwann auch nicht mehr bezahlen kann. Die klassische Abwärtsspirale beginnt.
Um das zu vermeiden, passt die Bank die Höhe des finanziellen Verfügungsrahmens automatisch den momentanen finanziellen Verhältnissen an. Wer mehr verdient, wird naturgemäß auch einen höheren Disporahmen erhalten. Dabei spielt es außerdem eine Rolle, wie lange der Kontoinhaber schon Kunde bei der Bank ist und ob er sein Konto bis dahin immer ordnungsgemäß geführt hat.
Wenn Sie in einem guten Verhältnis zu Ihrer Hausbank stehen und vielleicht dort schon seit Jahrzehnten Kunde sind, haben Sie die besten Voraussetzungen, um einen Dispokredit in Anspruch zu nehmen, der deutlich höher liegt als z. B. bei einem Neukunden. Zudem steht Ihnen jederzeit die Möglichkeit offen, mit Ihrer Bank zu sprechen und diese darum zu bitten, den Dispositionsrahmen auf eine bestimmte Summe anzuheben. Wenn Sie gute Gründe dafür vorbringen und sich in der Vergangenheit immer als guter Kunde erwiesen haben, stehen die Chancen hierfür gar nicht schlecht. Sie sehen also: die Höhe des Disporahmens ist immer auch etwas Verhandlungssache.
Soviel allgemein zur Bestimmung der Höhe des Dispositionsrahmens. Aber von welchen Beträgen sprechen hier nun genau?
Eine pauschale Aussage darüber kann nicht getroffen werden. Als Anhaltspunkt lässt sich jedoch sagen, dass die Banken in der Regel mindestens das Zweifache, oft sogar das Dreifache des monatlichen Geldeingangs als Disporahmen gewähren. Bei einigen Banken ist jedoch hier eine Obergrenze festgelegt, zum Beispiel 10.000 Euro.
Für die Höhe des verfügbaren Dispokredits spielt es auch eine Rolle, ob Sie beispielsweise Kapitalanlagen bei dem gleichen Kreditinstitut unterhalten. Wer ein Wertpapierdepot bei seiner Hausbank führt oder andere Vermögenswerte über diese angelegt hat, dem winken in der Regel auch bessere Chancen in Bezug auf die Höhe des Dispositionskredits, als bei Personen, die dies nicht vorweisen können.
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