Ihr Konto steht auf Null

...aber Sie müssen kurzfristig eine Anschaffung tätigen? Dann ist der Dispokredit die richtige Wahl für Sie.
Beim Dispokredit – kurz „Dispo“ – handelt es sich um eine vom Kreditinstitut eingeräumte Überziehungsmöglichkeit für das private Girokonto, mit der ein Kontoinhaber einen kurzfristigen Kapitalbedarf decken kann, ohne dass dazu die üblichen, mit einem Kredit verbundenen Formalitäten fällig werden.

Januar 11 2010

Höhe des Dispositionsrahmens?

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Wie hoch sollte der Dispositionsrahmen sein?

Die Meisten werden nun sagen: so hoch wie möglich! Jedoch ist es sowohl für die Bank als auch für den Kontoinhaber selbst nicht optimal, wenn der Dispositionsrahmen nicht auf das persönliche finanzielle Gefüge abgestimmt ist. Viele Menschen haben Schwierigkeiten mit Geld umzugehen und betrachten daher den Geldautomat der Bank als persönlichen Finanzier, der immer weiter Geld ausspuckt. Gewährt man diesen Personen dann einen Rahmen, der deutlich über Ihren finanziellen Verhältnissen liegt, wird es in der Regel nicht lange dauern, bis sich solche Personen in einer Schuldenfalle wiederfinden.

Irgendwann wird der Dispositionsrahmen komplett ausgereizt sein und es fehlen fortan die finanziellen Möglichkeiten, diesen in absehbarer Zeit wieder auszugleichen. Jeden Monat häufen sich dabei neue Zinsen an, die der Kontoinhaber schließlich irgendwann auch nicht mehr bezahlen kann. Die klassische Abwärtsspirale beginnt.

Um das zu vermeiden, passt die Bank die Höhe des finanziellen Verfügungsrahmens automatisch den momentanen finanziellen Verhältnissen an. Wer mehr verdient, wird naturgemäß auch einen höheren Disporahmen erhalten. Dabei spielt es außerdem eine Rolle, wie lange der Kontoinhaber schon Kunde bei der Bank ist und ob er sein Konto bis dahin immer ordnungsgemäß geführt hat.

Wenn Sie in einem guten Verhältnis zu Ihrer Hausbank stehen und vielleicht dort schon seit Jahrzehnten Kunde sind, haben Sie die besten Voraussetzungen, um einen Dispokredit in Anspruch zu nehmen, der deutlich höher liegt als z. B. bei einem Neukunden. Zudem steht Ihnen jederzeit die Möglichkeit offen, mit Ihrer Bank zu sprechen und diese darum zu bitten, den Dispositionsrahmen auf eine bestimmte Summe anzuheben. Wenn Sie gute Gründe dafür vorbringen und sich in der Vergangenheit immer als guter Kunde erwiesen haben, stehen die Chancen hierfür gar nicht schlecht. Sie sehen also: die Höhe des Disporahmens ist immer auch etwas Verhandlungssache.

Soviel allgemein zur Bestimmung der Höhe des Dispositionsrahmens. Aber von welchen Beträgen sprechen hier nun genau?

Eine pauschale Aussage darüber kann nicht getroffen werden. Als Anhaltspunkt lässt sich jedoch sagen, dass die Banken in der Regel mindestens das Zweifache, oft sogar das Dreifache des monatlichen Geldeingangs als Disporahmen gewähren. Bei einigen Banken ist jedoch hier eine Obergrenze festgelegt, zum Beispiel 10.000 Euro.

Für die Höhe des verfügbaren Dispokredits spielt es auch eine Rolle, ob Sie beispielsweise Kapitalanlagen bei dem gleichen Kreditinstitut unterhalten. Wer ein Wertpapierdepot bei seiner Hausbank führt oder andere Vermögenswerte über diese angelegt hat, dem winken in der Regel auch bessere Chancen in Bezug auf die Höhe des Dispositionskredits, als bei Personen, die dies nicht vorweisen können.

Januar 07 2010

Vergleich: Dispositionskredit – Ratenkredit

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Viele Menschen, die kurzfristig Anschaffungen planen, für die das momentan vorhandene Kapital nicht ausreicht, stehen vor dieser Frage: den Dispokredit in Anspruch nehmen oder lieber einen Ratenkredit abschließen? Um Ihnen diese Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir im Folgenden die wichtigsten Tipps und Tricks dazu zusammengestellt.

Sie möchten sich Möbel, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik oder ein gebrauchtes Fahrzeug anschaffen und benötigen kurzfristig Geld? Der einfachste Weg ist hier sicherlich, das Girokonto bis zum maximal verfügbaren Betrag zu überziehen und damit die gewünschten Anschaffungen zu bezahlen. Man braucht dafür nicht zur Bank zu gehen, keinen Antrag zu stellen, keine Unterlagen einzureichen und so weiter. Jedoch müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese finanzielle Flexibilität mitunter teuer bezahlt werden muss.

Sie sollten daher den Aufwand nicht scheuen, sich vor jeder Anschaffung, die Sie nicht aus bereits vorhandenen finanziellen Mitteln tätigen können, bestimmte Fragen zu stellen. Die wichtigste Frage ist hierbei: kann ich den in Anspruch genommenen Kreditbetrag innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate eigenständig – z. B. durch Gehaltseingänge etc. – wieder ausgleichen? Seien Sie bei der Beantwortung dieser Frage unbedingt realistisch und kalkulieren Sie auch eventuell unerwartete Zahlungsverpflichtungen mit ein.

Grund für diese Frage ist folgender: falls Sie nicht in der Lage sind, den in Anspruch genommenen Dispokredit innerhalb der vorgeschlagenen zwei bis drei Monate auszugleichen, wird es in den allermeisten Fällen für Sie günstiger sein, statt den Dispo einen Ratenkredit in Anspruch zu nehmen. Hiermit ergibt sich zwar ein etwas größerer bürokratischer Aufwand und Sie können das Geld nicht direkt vom Automaten holen, allerdings sollte Ihnen die Ersparnis diese Umstände wert sein.

Wir halten also fest: wenn Sie länger brauchen, um den in Anspruch genommenen Kreditbetrag zurückzuzahlen, sollten Sie einen Ratenkredit abschließen. Diese Kredite erhalten Sie zu Zinssätzen ab bereits 5 Prozent. Das heißt, je länger Sie bei einem Dispositionskredit mit der Rückzahlung des Geldes warten, desto größer wird der finanzielle Unterschied zum Ratenkredit ausfallen.

Nun zum umgekehrten Fall. Nehmen wir an, Sie brauchen eine bestimmte Geldsumme kurzfristig, können diese aber bereits mit dem nächsten Gehaltseingang ganz oder zumindest zum größten Teil wieder zurückzahlen. Wenn Sie in diesem Fall einen Ratenkredit in Anspruch nehmen, so wird der Rückzahlungszeitraum bei den meisten Kreditinstituten mindestens sechs Monate betragen. Grund dafür ist, dass die meisten Banken Ratenkredite erst ab einem Rückzahlungszeitraum von sechs Monatsraten vergeben, da ansonsten der bürokratische Aufwand in Relation zum Abzahlungszeitraum in keinem Verhältnis stehen würde.

Sie sind also bei einem Ratenkredit gezwungen, Ihr Kapital über einen längeren Zeitraum zurückzuzahlen, als es eigentlich nötig wäre. Damit werden auch wesentlich niedrigere Zinssätze im Vergleich zum Dispokredit wieder zunichte gemacht. Konkret heißt das: selbst wenn der Zinssatz für einen Dispokredit deutlich höher liegt, Sie diesen aber innerhalb von wenigen Wochen zurückzahlen, kann der Dispo deutlich günstiger sein, als bei einem Ratenkredit mit niedrigen Zinsen, aber längerer Rückzahlungszeit.

Fazit: die Fronten sind also klar abgesteckt. Bei den heute marktüblichen Zinssätzen kann man pauschal sagen, dass sich ein Dispositionskredit immer dann lohnt, wenn Sie den Kreditbetrag innerhalb der nächsten zwei, maximal drei Monate komplett zurückzahlen können. Ist dies nicht möglich, wird in fast jedem Fall der Ratenkredit günstiger für Sie sein.

Januar 07 2010

Welche Zinssätze sind beim Dispokredit üblich?

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Welche Zinssätze sind beim Dispokredit üblich?

Wie bereits erwähnt, liegen die Zinssätze für die Inanspruchnahme eines Dispositionskredits in der Regel recht hoch. Das resultiert vor allem daraus, dass der Dispo von Seiten der Bank nicht für die dauerhafte Inanspruchnahme gedacht ist, sondern lediglich dafür, kurzfristige finanzielle Engpässe ohne bürokratischen Aufwand zu bewältigen.

Dennoch gibt es auch bei der Höhe der Zinssätze zwischen einzelnen Kreditinstituten zum Teil eklatante Unterschiede. Darüber hinaus kommt es auch hier darauf an, wie lange man schon Kunde bei der betreffenden Bank ist und wie man in der Vergangenheit mit seinem Konto umgegangen ist. Einige Banken bieten für Stammkunden deutlich günstigere Zinssätze an als zum Beispiel für Neukunden. Wenn Ihnen die Zinssätze zu hoch erscheinen, sollten Sie also zunächst mit Ihrer Bank sprechen und eventuell darauf hinweisen, da Sie seit vielen Jahren treuer Kunde des Kreditinstitutes sind. Oft ist die Bank dann bereit, Ihnen für die Inanspruchnahme des Dispokredits einen günstigeren Zinssatz zu bieten.

Grundsätzlich muss hinsichtlich der Zinssätze zwischen den regulären Sollzinsen für den Dispokredit und den so genannten Überziehungszinsen unterschieden werden. Die Sollzinsen werden dabei tageweise berechnet und meist am Ende jeden Quartals abgerechnet und anschließend dem Konto belastet. Überziehungszinsen fallen dagegen erst dann an, wenn Sie über den gewährten Dispositionsrahmen hinaus Ihr Konto überziehen. Man spricht dabei auch von einer „geduldeten Überziehung“. Wichtig zu wissen in diesem Zusammenhang ist, dass die Überziehungszinsen nochmals höher als die ohnehin schon nicht besonders günstigen Sollzinsen ausfallen.

Der Zinssatz für die Inanspruchnahme eines Dispositionskredits muss nicht immer gleichbleibend sein. Er richtet sich stets nach den am Markt üblichen Zinsen und kann daher bei einer Veränderung der Marktsituation entsprechend angepasst werden. Selbstverständlich werden erst dann Zinsen berechnet, wenn Sie den Dispokredit auch wirklich in Anspruch nehmen.

Januar 04 2010

Wie wird der Dispo beantragt?

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Sofern Sie schon länger bei einer Bank Kunde sind und diese quasi als Ihre Hausbank bezeichnen können, reicht es oft aus, einfach in eine Bankfiliale zu gehen und um die Einräumung eines Dispositionsrahmens zu bitten. Vielen Banken reicht schon dieser mündliche Antrag aus, um den entsprechenden Prozess in Gang zu setzen. Der Kunde erfährt dann beim nächsten Filialbesuch, per Brief oder auch auf seinem Kontoauszug, ob dem Antrag stattgegeben wurde.

Einige Kreditinstitute verlangen dagegen etwas mehr Bürokratie. Hier muss der Kunde zunächst ein Formular ausfüllen, mit dem der Dispositionskredit beantragt wird. Bei manchen Banken kann man sich dieses Formular auch über das Internet bereits vorab herunterladen. Anschließend wird der Antrag zuhause ausgefüllt und später entweder per Post zur Bank geschickt oder in der Filiale vorgelegt.

Für Ehepaare oder eheähnliche Gemeinschaften ist es außerdem möglich, gemeinsam für ein Konto einen Dispositionsrahmen zu beantragen. Dazu muss ein Antrag ausgefüllt und von beiden Partnern unterschrieben werden. Hierbei reicht es in der Regel aus, wenn einer der Partner ein festes Einkommen, das heißt einen regelmäßigen Geldeingang auf dem Konto vorweisen kann.

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass der Antrag auf Erhalt eines Dispositionskredites zunächst vom Kreditinstitut abgelehnt wird. Manchmal kann es da helfen, der Bank etwas Druck zu machen und mit einem Wechsel zu einem anderen Kreditinstitut zu drohen. Dies sollte natürlich in einem sachlichen und freundlichen Ton geschehen. Erfüllen Sie jedoch die oben genannten Voraussetzungen für den Erhalt eines Dispos gar nicht oder nur teilweise, wird auch Druck in der Regel nicht dazu verhelfen, den gewünschten Kredit doch noch zu erhalten. Auch ein Wechsel der Bank wird hier nichts nützen.

Januar 04 2010

Kontokorrentkredit – der Dispo für das Geschäftskonto

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Alle bisher abgehandelten Punkte gelten ausschließlich für den Dispositionskredit für ein privates Girokonto. Wie bereits angesprochen, kann auch ein Unternehmer auf seinem privaten Girokonto diesen Dispokredit in Anspruch nehmen.

Doch nicht nur Privatmenschen benötigen oftmals einen finanziellen Rahmen für Ausgaben, die das momentan vorhandene Kapital übersteigen, sondern auch Selbstständige beziehungsweise Unternehmen. Aus diesem Grund gibt es auch bei Geschäftskonten die Möglichkeit, einen Überziehungsrahmen einzuräumen. Ebenso wie bei dem Dispokredit für das private Girokonto handelt es sich auch beim Kontokorrentkredit um eine befristete Möglichkeit, das Konto bis zu einem festgelegten Betrag zu überziehen. Der Kredit steht ebenfalls nach einmaligem Einräumen kontinuierlich zu Verfügung, muss dann nicht mehr vorher beantragt werden und kann jederzeit in beliebig hohen Teilbeträgen oder als Gesamtsumme zurückgezahlt werden.

Handelt es sich beim Kontoinhaber um ein Unternehmen, bezeichnet man den Kontokorrentkredit auch oft als so genannten Betriebsmittelkredit. Dadurch kann das Unternehmen zum Beispiel finanzielle Engpässe überbrücken, die aus verzögerten Umsatzeingängen in Verbindung mit anstehenden Gehaltszahlungen resultieren. Auch Unternehmen, deren Umsätze stark saisonal schwanken, kann der Kontokorrentkredit helfen, die sich daraus zwangsläufig ergebenden Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Der Kontokorrentkredit kann darüber hinaus als so genannter Zwischenkredit vergeben werden, wenn beispielsweise eine Finanzierung bereits vertraglich abgesichert ist, aber vom betreffenden Unternehmen noch nicht in Anspruch genommen werden kann, weil die vorgegebenen Auszahlungsvoraussetzungen noch nicht vollständig erfüllt sind.

Auch für Vorfinanzierungen, beispielsweise bei Warenlieferungen, wird der Kontokorrentkredit oft eingesetzt. Allerdings ergibt sich hierbei für den Gläubiger ein erhöhtes Risiko, da über den als Kontokorrentkredit zur Verfügung stehenden Betrag keine weitere Endfinanzierung gesichert ist.

Im Gegensatz zu einem Dispositionskredit bei der Hausbank, der oftmals rein mündlich beantragt werden kann, muss ein Kontokorrentkredit immer schriftlich per Vertrag abgeschlossen werden. In diesem Vertrag werden neben der eingeräumten Kreditlinie auch die Zinssätze sowie die Kreditlaufzeit angegeben. In diesem Punkt unterscheiden sich viele Kontokorrentkredite von den üblichen Dispokrediten. Während es dem Kontoinhaber bei einem Dispokredit grundsätzlich freisteht, in welchem Zeitraum er den in Anspruch genommenen Kreditbetrag zurückzahlt, geben die Banken bei Kontokorrentkrediten oft bestimmte Zeiträume vor, in denen die Beträge zurückgezahlt werden müssen. Diese Zeiträume können entweder pauschal festgelegt, oder in Abhängigkeit zur in Anspruch genommenen Kreditsumme ausgewiesen werden.

Auch hinsichtlich der maximal erhältlichen Kreditsumme unterscheidet sich der Kontokorrentkredit ebenfalls oft vom Dispositionskredit für Privatpersonen. Da Unternehmen in der Regel wesentlich höhere Umsätze auf ihren Konten vorweisen können, liegt die maximale Summe für einen Kontokorrentkredit in der Regel nicht über dem monatlichen Umsatzvolumen auf dem Konto. Ist das monatliche Umsatzvolumen sehr hoch, liegt der Kontokorrentkreditbetrag sogar oftmals darunter. Die Banken erwarten also, dass sich der in Anspruch genommene Betrag für den Kredit automatisch durch die monatlichen Umsätze mindestens einmal ausgleicht, unabhängig davon, ob das Konto letztendlich im Minus steht oder nicht.

Darüber hinaus wird oft festgelegt, dass sich die vorgegebene Kreditlaufzeit nicht automatisch dadurch ändert, dass sich das Konto während der Rückzahlung einmal im Plus befand. Meist können hier allerdings besondere Regelungen mit dem Kreditinstitut vereinbart werden.

Es gibt jedoch noch weitere Punkte, in denen sich der Kontokorrentkredit vom Dispositionskredit unterscheidet. Während fast alle Banken bei einem Dispo über die festgelegte Kreditsumme hinaus eine geduldete Überziehung einräumen, bedarf dies beim Kontokorrentkredit in der Regel einer festen Vereinbarung mit der Bank. Im Gegensatz zum privaten Girokonto kann also ein Geschäftskonto nicht einfach über den als Kontokorrentkredit zugelassenen Betrag hinaus überzogen werden. Versucht man es trotzdem, wird meist automatisch eine weitere Überziehung verhindert.

Die strengeren Restriktionen bei einem Geschäftskonto resultieren vor allem daraus, dass es für die Bank ein rechtliches Risiko mit sich bringen kann, über einen längeren Zeitraum Überziehungen zu dulden, die über den vertraglich festgelegten Kreditrahmen hinausgehen. Die Rechtsprechungen sieht dabei vor, dass, wenn die Bank eine nicht genehmigte Überziehung über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten duldet, sie damit automatisch und stillschweigend einer neuen Kreditvereinbarung zustimmt. Die Bank verliert hierbei also die Kontrolle über ihre Kreditvereinbarungen. Aus diesem Grund bedürfen auch geduldete Überziehungen bei einem Geschäftskonto in der Regel dem vorigen Abschluss eines Vertrages.

Dezember 20 2009

Alternativen zum Dispokredit

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Wie Sie bereits aus unseren vorstehenden Tipps und Tricks entnehmen konnten, stellt der Dispokredit eine bequeme Möglichkeit dar, kurzfristige Kapitalengpässe zu überbrücken. Wie Sie jedoch auch gesehen haben, ist ein Dispo längst nicht in allen Fällen zu empfehlen. Als Alternative für den Fall, dass die Rückzahlung des in Anspruch genommen Kreditbetrages mehr als zwei bis drei Monate dauert, wurde bereits der Ratenkredit empfohlen. Daher sparen wir uns hier die erneute Beschreibung der Vor- und Nachteile dieser Kreditform.

Neben dem Ratenkredit gibt es jedoch noch andere Möglichkeiten, die durchaus als Alternativen zu einem Dispokredit ins Auge gefasst werden sollten. Diese Produkte möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Seit vielen Jahren wird in Deutschland die Kreditkarte immer beliebter. Inzwischen wird sie nicht nur zum Bezahlen in Restaurants, Hotels und Geschäften genutzt, sondern auch zum Beispiel beim Einkauf im Internet. Es gibt inzwischen kaum mehr einen berufstätigen Bürger, der noch keine Kreditkarte besitzt.

In der Regel erhalten Sie auf diese Kreditkarte – wie beim Girokonto auch – ebenfalls einen finanziellen Verfügungsrahmen. Dieser wird sich an Ihren finanziellen Möglichkeiten orientieren, allerdings verlangen viele Kreditkartenanbieter wesentlich weniger Informationen beziehungsweise Nachweise darüber vom Antragsteller. Einigen Kreditkartenanbietern reicht es aus, wenn der Antragsteller seine monatlichen Netto-Einnahmen in etwa schätzt und ohne die Hinterlegung von Nachweisen selbst in das Formular einträgt, um einen finanziellen Verfügungsrahmen zu stellen. Es ist also durchaus kein Problem, an eine Kreditkarte zu kommen, mit der man mehrere Tausend Euro zur persönlichen Verfügung erhält.

Aus diesem Grund sehen viele die Kreditkarte als Alternative zum Dispositionskredit an. Sie sollten allerdings bedenken, dass die Zinssätze bei der Nutzung einer Kreditkarte in der Regel nicht günstiger sind, als die Zinsen für einen Dispokredit. Im Gegenteil: viele Kreditkarten langen bei den Zinsen so richtig hin und berechnen teilweise Zinssätze von bis zu zwanzig Prozent.

Dazu kommt, dass Sie beim Ausnutzen des finanziellen Verfügungsrahmens einer Kreditkarte in der Regel nicht komplett selbst bestimmen können, wann und wie Sie das in Anspruch genommene Kapital zurückzahlen. Die meisten Kreditkartenanbieter verlangen zumindest die monatliche Rückzahlung eines bestimmten Teilbetrages.

Fazit: die Kreditkarte bietet eine vergleichbar einfache Möglichkeit, kurzfristig an Geld zu kommen, wie der Dispokredit. Allerdings muss dies auch mindestens genauso teuer bezahlt werden, bei manchen Anbietern sogar noch viel teurer. Aus diesem Grund kann eine Kreditkarte als Ersatz beziehungsweise als Alternative für einen Dispokredit nicht empfohlen werden.

Abrufkredit

Sie kennen den Abrufkredit noch nicht? Das macht nichts, denn hierbei handelt es sich um eine relativ moderne Form eines Kredits für private Bankkunden. Im Grunde genommen unterscheidet sich ein solcher Abrufkredit kaum von einem Dispokredit. Es wird auch hier ein finanzieller Verfügungsrahmen bereitgestellt, den der Kreditnehmer ganz oder in Teilen in Anspruch nehmen kann. Die dafür erhobenen Zinsen fallen ebenfalls nur dann an, wenn der Kredit auch wirklich in Anspruch genommen wird.

Allerdings legt die Bank bei einem Abrufkredit oftmals fest, dass ein gewisser monatlicher Rückzahlungsbetrag vom Kreditnehmer zu leisten ist. Dieser ist jedoch oft relativ niedrig angesetzt und liegt zum Beispiel bei einem Kreditrahmen von 5.000 Euro bei 50 Euro monatlich. Darüber hinaus kann der Kunde den Abrufkredit meist nicht direkt über den Geldautomat in Anspruch nehmen, sondern muss eine Auszahlung bei der Bank separat beantragen.

Das Besondere bei einem Abrufkredit ist seine Flexibilität. Der Kunde kann dabei in den meisten Fällen selbst wählen, ob er die Rückzahlung – analog zum Dispokredit – in verschiedenen, beliebig hohen Beträgen über eine nicht festgelegte Laufzeit vornimmt, oder aber eine Rückzahlung in festen Monatsraten wünscht. Beides ist in der Regel bei einem Abrufkredit möglich. Darüber hinaus lassen sich auch Sondertilgungen bei bereits vereinbarter Rückzahlung in Ratenbeträgen vornehmen.

Der größte Pluspunkt ist aber, dass die Zinsen für einen Abrufkredit in der Regel ein ganzes Stück niedriger liegen, als bei einem gewöhnlichen Dispo. Hier die konkreten Zahlen: während die Zinssätze bei den meisten Dispokrediten zwischen 10 und 15 Prozent liegen, gibt es günstige Abrufkredite schon für unter acht Prozent Zinsen. Wenn Sie also beispielsweise ein Kreditbetrag von 10.000 Euro in Anspruch nehmen und bei einem Dispokredit dafür im Jahr 12 Prozent = 1.200 Euro Zinsen bezahlen müssten, zahlen Sie für die gleiche Kreditsumme bei einem Abrufkredit mit einem Zinssatz von acht Prozent nur 800 Euro Zinsen. Sie haben damit satte 400 Euro gespart!

Durch die günstigeren Zinssätze eignet sich ein Abrufkredit übrigens auch dafür, einen bereits bestehenden, teureren Dispokredit auszugleichen. Wer also Geld sparen möchte, nimmt die entsprechende Summe als Abrufkredit auf und gleicht damit das überzogene Girokonto bei seiner Hausbank aus. Anschließend kann er den Abrufkredit in selbst gewählten Beträgen oder auch in festen Monatsraten zu wesentlich günstigeren Zinssätzen zurückzahlen.

Zum Schluss noch ein ganz wichtiger Punkt: ein Dispokredit ist grundsätzlich immer mit einem Gehaltskonto bei der gleichen Bank gekoppelt. Sie erhaltenen den Dispo also nur, wenn Sie bei der gewählten Bank auch ein Konto unterhalten, auf dem Ihr monatliches Gehalt eingeht. Beim Abrufkredit ist das anders: er ist nicht an ein Girokonto gebunden und kann daher bei jeder beliebigen Bank beantragt werden. Das hat für Sie als Kunden den ungeheuren Vorteil, dass Sie sich – unabhängig zu Ihrem Gehaltskonto – den günstigsten Anbieter für einen Abrufkredit aussuchen können.

Bei der Auswahl des Anbieters sollten Sie jedoch darauf achten, dass Ihnen dieser das betreffende Kreditkonto (zur Inanspruchnahme eines Abrufkredits muss in der Regel ein spezielles Konto eröffnet werden) möglichst kostenlos zur Verfügung stellt. Es gibt immer noch einige Banken, die für dieses Konto Gebühren verlangen – auch dann, wenn der Kredit nicht in Anspruch genommen wird. Vermeiden Sie dies unbedingt und wählen Sie einen Anbieter, der das Konto kostenlos offeriert.

Rahmenkredit

Eine weitere Alternative zum oftmals sehr teuren Dispo bietet der so genannte Rahmenkredit. Im Gegensatz zum Abrufkredit, der sehr große Ähnlichkeit mit einem gewöhnlichen Dispokredit besitzt, ähnelt der Rahmenkredit eher einem herkömmlichen Ratenkredit.

Das Kreditinstitut gewährt Ihnen hierbei einen bestimmten Kreditrahmen, den Sie entweder voll oder auch nur als Teilbetrag ausschöpfen können. Der in Anspruch genommene Kreditbetrag kann anschließend in monatlichen Beträgen zurückgezahlt werden. Dabei bemisst sich die Höhe des monatlichen Rückzahlungsbetrags direkt an der in Anspruch genommenen Kreditsumme. Jeder Monatsbetrag stellt also einen Bruchteil dieser Kreditsumme dar. Dadurch ist der Rahmenkredit bereits wesentlich flexibler als ein herkömmlicher Ratenkredit.

Ein weiterer Pluspunkt beim Rahmenkredit ist, dass es dem Kunden völlig frei steht, die in Anspruch genommene Kreditsumme im Rahmen eines Ausgleichs in einer Summe zu tilgen. Bei einem normalen Ratenkredit fällt in diesem Fall zumeist eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung an. Diese Entschädigungssumme, die oftmals sehr happig ausfällt, soll der Bank die entgangenen Zinseinnahmen durch die vorzeitige Rückzahlung des Kredites ersetzen. Bei einem Rahmenkredit entfällt diese Entschädigungszahlung. Sie können also zunächst damit beginnen, den Kreditbetrag in monatlichen Raten zurückzuzahlen. Wenn Sie nun unerwartet an eine größere Geldsumme kommen, steht es Ihnen frei, den Restkreditbetrag in einer Summe zu zahlen.

Doch damit sind die Vorteile des Rahmenkredits noch nicht vollständig. Auch bezüglich der Zinssätze bietet dieser, verglichen mit einem Dispokredit, deutliche finanzielle Vorteile. Die günstigsten Rahmenkredite bekommen Sie zur Zeit schon für knapp über 7 Prozent effektiven Jahreszins. Ein solcher Kredit ist damit im Durchschnitt rund 5 Prozent billiger als ein vergleichbarer Dispositionskredit.

Wie beim Abrufkredit auch, genießen Sie bei einem Rahmenkredit den Vorteil, dass Sie diesen nicht zwangsläufig über die Bank in Anspruch nehmen müssen, bei der Sie auch Ihr Gehalts-Girokonto führen. Es steht Ihnen also ebenfalls völlig frei, sich den günstigsten Anbieter auszusuchen.

Als Voraussetzungen für die Inanspruchnahme eines Rahmenkredits gilt neben der Volljährigkeit auch das Vorhandensein eines festen Beschäftigungsverhältnisses. Um den Kredit zu beantragen, müssen Sie meist die letzten zwei bis drei Gehaltsabrechnungen vorlegen. Anhand Ihres Nettogehalts wird dann von Seiten der Bank festgelegt, wie hoch Ihr Kreditrahmen ausfällt. Einige Kreditinstitute geben dabei einen Rahmen vor, oft liegt dieser im Bereich um 2.500 Euro. Wenn Ihr Gehalt so niedrig angesiedelt ist, dass es die Bank zu risikoreich empfindet, Ihnen diesen Kreditrahmen einzuräumen, werden Sie leider leer ausgehen und keinen Rahmenkredit erhalten. Das ist allerdings nur in den seltensten Fällen der Fall.

Die maximal zur Verfügung gestellte Kreditsumme hängt ebenfalls bei den meisten Kreditinstituten vom monatlichen Gehaltseingang des Antragstellers ab. In der Regel ist die Maximalsumme jedoch mit einem bestimmten Betrag gedeckelt, z. B. maximal 20.000 Euro.

Fazit der alternativen Kreditmöglichkeiten:

Wie wir festgestellt haben, lohnt sich die Inanspruchnahme eines Dispokredits nur, wenn Sie den Kreditbetrag in absehbarer Zeit, das heißt in rund zwei bis drei Monaten, vollständig zurückzahlen können. Ist dies nicht der Fall, schlagen viele Experten vor, stattdessen einen Ratenkredit zu wählen. Doch auch zu diesem Ratenkredit gibt es mittlerweile wesentlich flexiblere und dabei ähnlich günstige Alternativen. Rahmen- und Abrufkredite stellen dabei moderne Finanzprodukte dar, die dem Kunden eine maximale Flexibilität ermöglichen. Bei einem gewöhnlichen Ratenkredit wird diese Flexibilität dadurch blockiert, dass eine teure Vorfälligkeitsentschädigung zu leisten ist, wenn der restliche Kreditbetrag in einer Summe abgezahlt werden soll. Bei den hier vorgestellten Alternativen ist dies nicht der Fall.

Überlegen Sie daher genau, welche Alternative zu einem Dispokredit Sie im Bedarfsfall wählen. Fragen Sie unbedingt zunächst bei Ihrer Hausbank oder einem anderen Kreditinstitut nach den hier vorgestellten Finanzprodukten. Schließlich geht es um Ihr Geld und Ihre persönliche Flexibilität!

Dezember 01 2009

Voraussetzungen zum Erhalt eines Dispokredits

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Eine der Grundvoraussetzungen zum Erhalt eines Dispositionsrahmen für das eigene Girokonto war es immer, mindestens 18 Jahre alt, das heißt volljährig zu sein. Mittlerweile wurde diese Grenze deutlich aufgeweicht und einige Kreditinstitute bieten schon Jugendlichen auf dem ersten Konto einen finanziellen Verfügungsrahmen an. Wichtig zu wissen hierbei ist, dass bei nicht volljährigen Personen immer noch die gesetzlichen Vertreter, das heißt in den meisten Fällen die Eltern, für die finanziellen Machenschaften ihrer Sprösslinge haften.

Da viele Jugendliche noch nicht gelernt haben, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen, ist bei der Einräumung eines Dispositionsrahmens in nennenswertem Umfang oftmals der finanzielle Gau vorprogrammiert. Die Jugendlichen reizen den Dispositionsrahmen bis zum letzten Cent aus und sind anschließend nicht mehr dazu in der Lage, diesen in einer angemessenen Zeit auszugleichen. Die Zinsen jedoch häufen sich nach und nach zu einem immer größeren Berg an. So ist der Weg in die Schuldenfalle vorprogrammiert.

Experten verurteilen daher Kreditinstitute scharf, die schon Jugendlichen Dispokredite in Höhe von mehreren Hundert oder gar Tausend Euro einräumen.

Eine Volljährigkeit ist also nicht mehr unbedingte Voraussetzung zum Erhalt eines Dispokredits, zumindest nicht bei allen Banken. Möchte man als Erwachsener jedoch einen Dispo eingeräumt bekommen, muss man meist noch weitere Voraussetzungen dafür erfüllen. So wird beispielsweise kaum eine Bank heute noch einen Dispo vergeben, wenn der Kontoinhaber nicht über ein festes Arbeitsverhältnis verfügt. In diesem Zusammenhang wird meist verlangt, dass das betreffende Girokonto für die monatlichen Gehaltseingänge genutzt wird. Wie hoch der monatliche Gehaltseingang ausfällt, spielt meist zunächst keine Rolle, da an diesem Wert später der Dispositionsrahmen bemessen wird.

Weiterhin wird oft verlangt, dass der Kreditnehmer keine negativen Einträge in der Schufa vorzuweisen hat. Wer also schon einmal Kredite in Anspruch genommen hat und diese anschließend nicht zurückzahlen konnte, eventuelle Pfändungen oder Mahnbescheide kassieren musste, wird sich bei den meisten Banken keine Hoffnung auf einen Dispokredit machen können.

Sind jedoch alle genannten Voraussetzungen erfüllt, steht der Vergabe eines Verfügungsrahmens in der Regel nichts mehr im Wege. Allerdings ist der Kontoinhaber dazu angehalten, Änderungen in seinen finanziellen Verhältnissen unverzüglich der Bank mitzuteilen, so dass der einmal erteilte Dispokredit jederzeit entsprechend angepasst werden kann.

Übrigens können auch Selbstständige einen Dispositionskredit für ihr Girokonto beantragen. Dieser darf jedoch nicht mit dem Kontokorrentkredit verwechselt werden. Der Unterschied ist dabei folgender: ein Kontokorrentkredit wird nur auf das Geschäftskonto des Selbstständigen gewährt, während der Dispokredit nur für das private Girokonto gültig ist. Wenn Sie also selbstständig sind und sich von Ihrem Geschäftskonto regelmäßig ein Gehalt auf das private Girokonto zahlen, haben Sie damit die Möglichkeit, für dieses private Konto einen Dispositionsrahmen zu beantragen.

Da die Banken jedoch bei Selbstständigen und Freiberuflern grundsätzlich etwas vorsichtiger sind als bei Angestellten, reicht hier ein mündlich vorgetragener Wunsch in der Regel nicht aus. Fast immer muss ein entsprechender Kreditantrag schriftlich gestellt werden, mit dem außerdem zahlreiche Unterlagen einzureichen sind. Dies sind zum Beispiel die letzten Einkommensteuerbescheide, betriebswirtschaftliche Auswertungen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie die Kontoauszüge der letzten Wochen oder gar Monate.

November 26 2009

Der Dispositionskredit

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Seit 1968 gibt es in Deutschland den Dispositionskredit – im Volksmund auch kurz Dispokredit genannt. Es handelt sich hierbei um eine in der Höhe begrenzte Überziehungsmöglichkeit für das Girokonto von Privatpersonen.

Die Kreditlinie für den Dispokredit wird grundsätzlich nur einmal eingeräumt und kann dann fortlaufend immer wieder genutzt werden. Bei vielen Girokonten ist – unter der Voraussetzung einer ausreichenden Bonität – der Dispokredit von vornherein im Komplettangebot enthalten. Bei einigen Kreditinstituten muss man diesen allerdings separat beantragen.

Ein Dispositionsrahmen dient vor allem dazu, die finanzielle Flexibilität des Kontoinhabers zu erhöhen und kurzfristigen Kapitalbedarf schnell und ohne Formalitäten zu decken. Möchten Sie zum Beispiel ein Möbelstück kaufen und der aktuelle Saldo Ihres Girokontos reicht dafür nicht aus, so bietet sich mit dem eingeräumten Dispokredit trotzdem die Möglichkeit, sich diesen Wunsch sofort zu erfüllen. Damit stellt der Dispokredit eine unbürokratische Alternative zum gewöhnlichen Ratenkredit dar, für den zunächst ein eigener Kreditvertrag erstellt werden muss und bei dem die Rückzahlung in vertraglich festgelegten, meist gleichbleibenden Raten erfolgt.

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären: die Rückzahlung. Für den Dispokredit gibt es keine Vorschriften hinsichtlich der Rückzahlungszeit und/oder der Ratenhöhe. Der Kreditnehmer kann selbstständig entscheiden, in welchen Raten er den Kredit wieder ausgleicht. Es steht ihm außerdem frei, dies in einem Einmalbetrag zu tun. Auch zeitlich ist der Kreditnehmer nicht eingeschränkt, es bleibt ihm selbst überlassen, ob er den Kredit am darauf folgenden Tag ausgleicht oder erst ein halbes Jahr später.

Wie hoch ein Dispokredit ausfällt, hängt von mehreren verschiedenen Faktoren ab. Sowohl die Höhe des monatlichen Gehaltseingangs, als auch eventuell bereits vorhandene Einträge in der Schufa fließen in der Entscheidung des Kreditinstitutes mit ein, ob und in welcher Höhe sie dem Kunden den Dispo gewährt.

Wie bereits angedeutet, gibt es verschiedene Arten, wie ein Kreditinstitut seinen Kunden den Dispokredit zur Verfügung stellt. Bei manchen Banken kommt nach einigen Monaten mit einem kontinuierlichen Gehaltseingang automatisch ein Brief, in dem der Kunden die Mitteilung erhält, dass ab sofort ein Dispositionsrahmen in einer bestimmten Höhe für ihn zur Verfügung steht. Andere Banken verzichten auf eine solche Mitteilung und teilen dem Kunden direkt auf dem Kontoauszug den ab sofort vorhandenen finanziellen Verfügungsrahmen mit. Rechtlich gesehen handelt sich dabei um eine so genannte „einseitige Willenserklärung“ seitens der Bank. Der Kunde erklärt sich dabei erst dann mit dem Kreditvertrag einverstanden, wenn er das Angebot auch wirklich nutzt.

Ein Dispokredit ist grundsätzlich dafür konzipiert, kurzfristige finanzielle Engpässe zu überbrücken. Als Dauerkredit ist er also nicht gedacht. Einer der Gründe dafür sind beispielsweise die recht hohen als Zinssätze für die Inanspruchnahme eines Dispokredits. Die Bank lässt sich diesen Service durch die entsprechenden Zinssätze sehr gut bezahlen. Allein deswegen ist dem Kunden geraten, den Dispokredit immer nur kurzfristig in Anspruch zu nehmen und möglichst rasch wieder auszugleichen.

Wie jeder andere Kredit auch kann selbstverständlich auch ein Dispokredit gekündigt werden. Hier ist gesetzlich eine Frist von 30 Tagen vorgesehen, wobei in schwerwiegenden Fällen auch die fristlose Kündigung von beiden Seiten möglich ist. Ein solch schwerwiegender Fall kann zum Beispiel der Verlust eines Arbeitsplatzes und damit die Verschlechterung der persönlichen Vermögensverhältnisse darstellen. Auch die Einleitung einer Zwangsvollstreckung gegen den Kontoinhaber stellt einen schwerwiegenden Grund dar, weswegen ein Dispokredit von Seiten der Bank gekündigt werden kann. Der Kreditnehmer ist in diesem Zusammenhang verpflichtet, die geschuldeten Beträge direkt nach der Kündigung an die kreditgebende Bank zurückzuzahlen.

Ein wichtiges Thema ist auch die Pfändbarkeit von Dispokrediten. Muss der Kontoeigentümer eine Pfändung über sich ergehen lassen, können zur Verfügung gestellte Dispositionsrahmen grundsätzlich erst dann gepfändet werden, werden der Kunde sie abruft. Dies kann z. B. durch eine Überweisung oder auch die Barabhebung des Kapitals geschehen. Konkret bedeutet das: das Geld kann erst dann gepfändet werden, wenn der Kunde seinen Disporahmen auch wirklich nutzt. Das alleinige Bestehen dieses Rahmens reicht nicht aus, um den entsprechenden Rahmenbetrag oder auch eine geringere Summe zu pfänden.

Wie bereits angedeutet, ist der Dispokredit grundsätzlich bekannt für seine hohen Zinssätze. Im Zuge der allgemeinen wirtschaftlichen Instabilität und des zunehmenden Konkurrenzdrucks z. B. durch Direktbanken gehen aber mittlerweile viele Kreditinstitute dazu über, Dispositionskredit zu recht günstigen Zinssätzen anzubieten.

Wir möchten Ihnen hier einen Überblick über das komplette Thema Dispokredit gewähren und Ihnen Tipps und Tricks an die Hand geben, damit Sie Ihren Dispokredit optimal nutzen und Kostenfallen vermeiden können.

November 14 2009

Der Dispokredit schafft Handlungsspielraum

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Ihr Konto steht auf Null, aber Sie müssen kurzfristig eine Anschaffung tätigen?
Dann ist der Dispokredit die richtige Wahl für Sie.

Ihre Vorteile

Keine festen Raten
Keine Bearbeitungsgebühr
Zinsen nur für tatsächlich in Anspruch genomme Gelder
Unkompliziert und schnell

Informieren Sie sich vor Inanspruchnahme des Dispokredites und vergleichen Sie die jeweiligen Zinssätze.